Der Arbeitstag ist noch nicht einmal zur Hälfte vorbei und die Haut spannt bereits. Die Lippen sind trocken, die Hände fühlen sich nach dem fünften Waschen rau an und vor der Mittagspause stellt sich die Frage, ob der Sonnenschutz vom Morgen noch reicht. Schnell wächst aus diesen Problemen eine Schreibtischsammlung aus Face Mist, Serum, Creme, SPF-Stick und mehreren Lippenprodukten.
So viel braucht es meistens nicht. Skincare am Arbeitsplatz sollte nicht deine Morgenroutine wiederholen, sondern konkrete Lücken schließen. Welche das sind, hängt stärker vom Arbeitsalltag als vom neuesten Beauty-Trend ab: Sitzt du weit entfernt vom Fenster, gehst du mittags eine Stunde nach draußen oder arbeitest du unter freiem Himmel? Trägst du Make-up, eine Maske oder Schutzhandschuhe? Ist die Luft trocken oder schwitzt du während der Schicht?
Eine gute Unterwegsroutine ist klein, sauber und einfach anzuwenden. Für viele Menschen reichen Sonnenschutz, Lippenpflege und eine Handcreme. Feuchtigkeitscreme oder ein Gesichtsspray sind optionale Ergänzungen aber keine Pflicht.
Warum sich die Haut am Arbeitsplatz anders anfühlen kann
Nicht jeder Arbeitsplatz belastet die Haut auf dieselbe Weise. Im beheizten Büro sinkt im Winter häufig die relative Luftfeuchtigkeit. Klimaanlagen können das Raumgefühl ebenfalls trocken machen. Niedrige Luftfeuchtigkeit verändert den Wassergehalt der Hornschicht und kann Rauigkeit, Spannung sowie die Anfälligkeit für mechanische Reize verstärken.
In Pflege-, Gastronomie-, Labor- und Handwerksberufen kommen andere Faktoren hinzu: häufiges Händewaschen, Desinfektionsmittel, Handschuhe, Hitze, Schweiß, Staub oder der Kontakt mit Arbeitsstoffen. Im Außendienst und bei der Arbeit im Freien wird der Schutz vor UV-Strahlung wichtiger. Wer lange eine Maske oder einen Helm trägt, erlebt wiederum Reibung und ein feucht-warmes Mikroklima.
Auch Gewohnheiten spielen mit hinein. Wenig trinken macht nicht direkt jede Gesichtshaut trocken, kann aber das allgemeine Wohlbefinden beeinträchtigen. Unbewusstes Berühren des Gesichts, ein selten gereinigtes Smartphone oder das Abstützen des Kinns können empfindliche oder zu Unreinheiten neigende Haut zusätzlich stören.
Die kleinste sinnvolle Arbeitsplatz-Routine
Wenn du nur wenig Platz hast, beginne mit drei Kategorien:
| Produkt | Wann es sinnvoll ist | Wann du es nicht zwingend brauchst |
|---|---|---|
| Sonnenschutz | bei relevanter UV-Exposition, Mittagspause draußen, Fensterplatz oder Arbeitsweg | für das reine Nachtragen ohne weitere Exposition nicht nach der Uhr erzwingen |
| Lippenpflege | bei trockenen, spannenden Lippen | wenn deine Lippen beschwerdefrei sind |
| Handcreme | nach häufigem Waschen oder bei trockenen Händen | bei seltenem Waschen und unauffälliger Haut |
| Feuchtigkeitscreme | bei tatsächlichem Spannungsgefühl oder trockenen Stellen | wenn die Morgenpflege bis abends ausreicht |
| Face Mist | als angenehme Erfrischung oder zusätzlicher Feuchtigkeitsschritt | als vermeintlicher Ersatz für Creme und Sonnenschutz |
Dieses Set lässt sich anpassen. Wer draußen arbeitet, benötigt eher einen robusten, gegebenenfalls wasserfesten Sonnenschutz und Schutzkleidung. Wer ausschließlich im Innenraum arbeitet, braucht vielleicht vor allem Hand- und Lippenpflege.
Die Morgenroutine entscheidet mehr als das Schreibtisch-Set
Wenn die Haut jeden Nachmittag stark spannt, liegt die Lösung nicht zwangsläufig in ständigem Nachcremen. Prüfe zuerst, ob Reinigung und Pflege am Morgen zur Haut passen.
Eine einfache Grundlage sieht so aus:
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Gesicht mild reinigen oder bei trockener Haut nur mit Wasser abspülen.
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Eine Feuchtigkeitscreme passend zum Hauttyp verwenden.
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Sonnenschutz auf Gesicht, Ohren, Hals und andere exponierte Stellen auftragen.
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Produkte kurz setzen lassen, bevor Make-up folgt.
Eine aggressive Reinigung am Morgen kann trockenes Hautgefühl verstärken. Umgekehrt kann eine sehr reichhaltige Schichtung unter Make-up im Laufe des Tages rutschen oder sich schwer anfühlen. Der Beitrag Einfache Morgenroutine für die Hautpflege hilft dir, diese Basis anzupassen.
Für leichte Feuchtigkeit kann die SKIN1004 Madagascar Centella Hyalu-Cica Moisture Cream infrage kommen. Entscheidend ist, dass die Textur zu deiner Haut, zum Sonnenschutz und gegebenenfalls zum Make-up passt.
Trockene Büroluft: Was hilft wirklich?
Heizungsluft wird oft für jedes Spannungsgefühl verantwortlich gemacht. Tatsächlich kann niedrige Luftfeuchtigkeit die Hautoberfläche trockener und rauer machen. Sie ist aber nicht die einzige mögliche Ursache. Zu starke Reinigung, ein reizendes Wirkstoffprodukt oder eine geschwächte Hautbarriere können ähnlich auffallen.
Wenn die Haut im Büro regelmäßig trocken wird:
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reinige morgens möglichst mild,
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trage Feuchtigkeitspflege auf leicht feuchte Haut auf,
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wähle eine Creme mit Feuchthaltemitteln und rückfettenden Bestandteilen,
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vermeide es, trockene Stellen ständig zu peelen,
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richte einen Heizlüfter nicht direkt auf Gesicht oder Hände,
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prüfe die Luftfeuchtigkeit, statt sie nur nach Gefühl zu beurteilen.
Die US-Umweltbehörde EPA empfiehlt für Innenräume häufig einen Bereich von etwa 30 bis 50 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit. Ein Luftbefeuchter sollte jedoch hygienisch gepflegt werden; zu hohe Feuchtigkeit fördert unter anderem Schimmel und biologische Belastungen. Im Büro lässt sich das zudem nicht immer individuell steuern.
Mehr über Wasserverlust und Barrierepflege erfährst du in Transepidermaler Wasserverlust – TEWL erklärt und Trockene Haut oder einfach nur durstig?.
Face Mist im Büro: Erfrischung oder echte Pflege?
Ein feiner Sprühnebel fühlt sich angenehm an, besonders in warmen Räumen. Wasser auf der Haut ist aber nicht automatisch lang anhaltende Feuchtigkeit. Verdunstet es wieder, bleibt der Effekt oft kurz. Ein Mist mit Feuchthaltemitteln kann mehr bieten als reines Thermalwasser, ersetzt jedoch bei trockener Haut nicht zwangsläufig eine passende Creme.
Wenn du ein Gesichtsspray verwenden möchtest:
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sprühe es aus ausreichendem Abstand auf,
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durchnässe Make-up und Sonnenschutz nicht unnötig,
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drücke es bei Bedarf mit sauberen Händen sanft an,
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ergänze auf sehr trockenen Stellen eine kleine Menge Creme.
Ständiges Sprühen ist kein Muss. Brennt ein Mist oder enthält er viele Duftstoffe, obwohl deine Haut bereits empfindlich ist, bringt das Ritual mehr Reiz als Nutzen. Der Trend Skin Flooding erklärt, warum Feuchtigkeit und ein abschließender Schutzfilm zusammengedacht werden sollten.
Sonnenschutz im Büro: Muss man alle zwei Stunden nachtragen?
Die pauschale Antwort „immer alle zwei Stunden“ greift für einen reinen Innenraumtag zu kurz. Die Empfehlung zum zweistündlichen Nachtragen bezieht sich besonders auf anhaltenden Aufenthalt im Freien. Zusätzlich sollte nach starkem Schwitzen, Abtrocknen oder Kontakt, der den Schutzfilm entfernt, erneuert werden.
Für deinen Arbeitstag sind vier Fragen hilfreicher:
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Wie viel Zeit verbringst du draußen?
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Sitzt du über längere Zeit direkt an einem sonnigen Fenster?
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Schwitzt du oder reibst du häufig über das Gesicht?
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Planst du nach Feierabend noch einen längeren Aufenthalt im Freien?
Gewöhnliches Fensterglas hält einen großen Teil der UVB-Strahlung ab, lässt aber je nach Verglasung UVA-Strahlung teilweise passieren. Wenn du täglich mehrere Stunden direkt an einem sonnenbeschienenen Fenster sitzt, ist das relevanter als ein Platz tief im Gebäude. Abstand, Ausrichtung, Jahreszeit, Tageszeit und UV-Schutzfolie verändern die Exposition.
Drei praktische Szenarien
| Arbeitstag | Sinnvolle Strategie |
|---|---|
| Büroplatz ohne direkte Sonne, kurzer Arbeitsweg | morgens gründlich auftragen; vor längerer Mittagspause oder Heimweg bei relevantem UV-Index nach Bedarf erneuern |
| Fensterplatz mit stundenlanger direkter Sonne | breitbandigen Schutz verwenden, Platz oder Beschattung prüfen und Nachtragen einplanen |
| Außendienst oder Arbeit im Freien | großzügig vor Arbeitsbeginn auftragen, regelmäßig erneuern sowie Kleidung, Hut, Schatten und Pausen nutzen |
Die Beauty of Joseon Relief Sun SPF50+ hat eine cremige Textur, während die Relief Sun Aqua Fresh SPF50+ leichter ausgerichtet ist. Für starkes Schwitzen oder körperliche Außenarbeit solltest du gezielt prüfen, ob der gewählte Sonnenschutz als wasser- beziehungsweise schweißresistent ausgewiesen ist.
Mehr zur Technik findest du im Artikel Sonnencreme richtig nachtragen – auch über Make-up.
Sonnenschutz über Make-up nachtragen
Das Problem ist weniger, ob man über Make-up nachtragen darf, sondern ob am Ende eine gleichmäßige und ausreichende Schicht entsteht. Puder mit SPF oder ein paar Sprühstöße liefern in der real verwendeten Menge häufig weniger Schutz als erwartet. Sie können ergänzen, sollten aber nicht automatisch wie eine vollständige neue Schicht Sonnencreme behandelt werden.
Eine praktikable Methode:
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überschüssigen Talg vorsichtig mit einem sauberen Tuch abnehmen,
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Sonnenschutz portionsweise mit sauberen Fingern, Schwämmchen oder Puff aufdrücken,
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auch Haaransatz, Ohren und Hals berücksichtigen,
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Make-up anschließend nur dort ausbessern, wo es nötig ist.
Wenn du regelmäßig nachtragen musst, lohnt es sich, schon morgens mit dünnen, kompatiblen Schichten zu arbeiten. Ein perfektes Make-up, das jede Berührung verbietet, passt möglicherweise nicht zu einem Tag mit hoher UV-Exposition.
Lippenpflege während des Arbeitstags
Trockene Luft, häufiges Lippenlecken und lange Gespräche können Lippen unangenehm trocken wirken lassen. Eine okklusive Lippenpflege reduziert Wasserverlust. Du brauchst dafür weder ein starkes Peeling noch ständig wechselnde Duftprodukte.
Die LANEIGE Lip Sleeping Mask EX wird zwar als Nachtmaske vermarktet, kann in sehr kleiner Menge auch tagsüber als reichhaltiger Lippenpflegefilm verwendet werden. Prüfe bei empfindlichen Lippen, ob Aroma- und Duftstoffe für dich angenehm sind. Bei wiederkehrenden eingerissenen Mundwinkeln, Schwellung oder Ekzem sollte die Ursache abgeklärt werden.
Der ausführliche Beitrag Lippenpflege: Die richtige Pflege für gesunde Lippen erklärt, wann Peelings eher schaden.
Handpflege bei häufigem Waschen und Desinfizieren
Im Arbeitsalltag sind oft nicht Gesicht, sondern Hände am stärksten belastet. Wasser, Reinigungsmittel, Desinfektion, Handschuhe und mechanische Arbeit können die Hautbarriere strapazieren. Brennen, Schuppung und kleine Risse sind Warnzeichen, die Pflege anzupassen.
Hilfreich sind:
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lauwarmes statt sehr heißem Wasser,
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gründliches, aber sanftes Abtrocknen,
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eine parfümarme oder parfümfreie Handcreme nach dem Waschen und in Pausen,
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reichhaltigere Pflege nach Feierabend,
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geeignete Arbeitshandschuhe nach betrieblichen Vorgaben,
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frühzeitige betriebärztliche oder dermatologische Beratung bei Handekzem.
Handcreme darf notwendige Händehygiene oder Arbeitsschutzregeln nicht beeinträchtigen. In medizinischen, lebensmittelverarbeitenden oder technischen Bereichen gelten konkrete betriebliche Vorgaben zu Produkten und Handschuhen.
Hygiene: Produkte am Schreibtisch richtig lagern
Ein Arbeitsplatzprodukt wird oft mit ungewaschenen Händen geöffnet, mit Kolleginnen und Kollegen geteilt oder monatelang in einer warmen Tasche transportiert. Das muss nicht automatisch problematisch sein, lässt sich aber leicht hygienischer gestalten.
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Bevorzuge Pumpspender oder Tuben statt offener Tiegel.
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Wasche oder desinfiziere die Hände entsprechend der Situation vor dem Auftragen.
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Teile Lippenpflege und Augenprodukte nicht.
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Reinige wiederverwendbare Schwämmchen regelmäßig und lasse sie vollständig trocknen.
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Lagere Kosmetik nicht direkt auf der Heizung oder dauerhaft im heißen Auto.
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Beschrifte umgefüllte Produkte und verwende saubere, geeignete Reisebehälter.
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Achte auf Geruch, Farbe, Konsistenz und Haltbarkeit nach dem Öffnen.
Sonnenschutz sollte möglichst in seiner Originalverpackung bleiben. Beim Umfüllen können Stabilität, Hygiene und Dosierbarkeit leiden.
Was besser zu Hause bleibt
Der Arbeitsplatz ist selten der beste Ort für intensive Wirkstoffroutinen. Retinoide, starke Säuren und Peelinglösungen bringen tagsüber keinen besonderen Zusatznutzen, können aber bei hastiger Anwendung reizen. Auch Sheet Masks am Schreibtisch liefern nicht automatisch mehr Feuchtigkeit als eine gut gewählte Creme.
Diese Produkte bleiben besser in der Abendroutine:
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Retinol und Retinal,
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stärkere AHA- oder BHA-Peelings,
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abwaschbare Masken,
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neue Wirkstoffe, deren Verträglichkeit noch unbekannt ist,
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Geräte und Tools, die gereinigt werden müssen.
Je einfacher die Routine unterwegs bleibt, desto geringer ist die Gefahr, Schichten durcheinanderzubringen oder Produkte mit nicht sauberen Händen aufzutragen.
Routinen für verschiedene Arbeitsmodelle
Klassischer Bürotag
Morgens normale Routine inklusive Sonnenschutz. Am Arbeitsplatz Lippenpflege und Handcreme nach Bedarf. Sonnenschutz vor einer längeren sonnigen Mittagspause oder dem Heimweg erneuern, wenn Exposition und Tageszeit es sinnvoll machen.
Schichtarbeit
Orientiere die Routine nicht starr an „morgens“ und „abends“, sondern an Wachphase, Lichtkontakt und Schlaf. Vor dem Schlafen reinigen; vor Tageslicht beziehungsweise Arbeitsweg Sonnenschutz verwenden. Bei langen Schichten können kleine Originalgrößen hygienischer sein als umgefüllte Tiegel.
Außendienst und Arbeit im Freien
Hier ist Sonnenschutz Arbeitsschutz, nicht nur Beauty. Verwende einen geeigneten, robusten Schutz in ausreichender Menge, erneuere ihn regelmäßig und kombiniere ihn mit Schutzkleidung, Kopfbedeckung, Schatten und betrieblichen Maßnahmen. Gesicht, Ohren, Nacken und Hände werden leicht vergessen.
Homeoffice
Im Homeoffice gelten dieselben Grundfragen wie im Büro: Sitzt du direkt an einem sonnigen Fenster, gehst du mittags hinaus und wie trocken ist die Raumluft? Der Vorteil liegt darin, dass du Arbeitsposition, Beschattung und Luftfeuchtigkeit oft leichter beeinflussen kannst.
Die Fünf-Minuten-Notfallroutine
Wenn die Haut plötzlich spannt oder der Heimweg sonniger wird als gedacht:
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Hände reinigen.
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Trockene Stellen bei Bedarf mit einer kleinen Menge Creme versorgen.
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Sonnenschutz gleichmäßig auf exponierte Bereiche nachtragen.
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Lippenpflege verwenden.
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Hände eincremen, sofern Arbeitsablauf und Hygienevorgaben es erlauben.
Mehr ist in den meisten Situationen nicht nötig. Wenn die Haut regelmäßig stark brennt, schuppt oder juckt, sollte nicht täglich improvisiert, sondern die Basisroutine überprüft werden.
Häufige Fehler bei Skincare am Arbeitsplatz
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Sonnenschutz nur nach Uhr statt nach tatsächlicher Exposition beurteilen,
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ein Face Mist als vollständigen Ersatz für Feuchtigkeitscreme verwenden,
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ungewaschene Hände in Tiegel geben,
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Lippen- oder Augenprodukte teilen,
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mehrere aktive Wirkstoffe zwischendurch nachlegen,
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trockene Haut jeden Nachmittag peelen,
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Sonnenschutz in ungeeignete Behälter umfüllen,
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Handekzem trotz Rissen und Schmerzen ignorieren,
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den Schutz durch Kleidung, Schatten und Arbeitsplatzgestaltung vergessen.
Merke dir also: Skincare am Arbeitsplatz muss keine zweite vollständige Routine sein. Sie soll die Belastungen deines Arbeitstags auffangen. Für viele reichen Sonnenschutz, Lippenpflege und Handcreme; bei trockener Haut kommt eine kleine Feuchtigkeitscreme hinzu.
Trockene Büroluft lässt sich am besten mit einer passenden Morgenpflege und einem vernünftigen Raumklima abfedern. Ein Face Mist kann angenehm sein, ist aber kein Muss. Beim Sonnenschutz zählt die tatsächliche UV-Exposition: Ein sonniger Fensterplatz, eine Mittagspause draußen und Außendienst erfordern eine andere Strategie als acht Stunden in einem innenliegenden Raum.
Je kleiner und nachvollziehbarer dein Set bleibt, desto wahrscheinlicher nutzt du es regelmäßig und desto leichter erkennst du, wenn ein Produkt nicht vertragen wird.
Häufige Fragen zu Skincare am Arbeitsplatz
Muss ich Sonnencreme im Büro nachtragen?
Nicht pauschal alle zwei Stunden. Entscheidend sind direkte UV-Exposition am Fenster, Aufenthalte draußen, Schwitzen und Abrieb. Vor einer längeren Mittagspause oder dem Heimweg bei relevantem UV-Index kann Nachtragen sinnvoll sein.
Hilft ein Face Mist gegen trockene Büroluft?
Ein Mist kann die Haut kurzfristig erfrischen und befeuchten. Bei trockener Haut hält der Effekt meist besser, wenn morgens eine passende Creme verwendet wird oder bei Bedarf eine kleine Menge Creme folgt. Reines Sprühwasser ersetzt keine vollständige Barrierepflege.
Kann ich Feuchtigkeitscreme über Make-up auftragen?
Auf einzelnen trockenen Stellen kannst du eine sehr kleine Menge vorsichtig aufdrücken. Großflächiges Reiben kann Make-up und Sonnenschutz verschieben. Wenn das täglich nötig ist, sollte die Morgenroutine angepasst werden.
Welche drei Produkte gehören in die Arbeitstasche?
Für viele Menschen sind ein geeigneter Sonnenschutz, Lippenpflege und Handcreme ausreichend. Bei trockener oder empfindlicher Haut kann eine kleine Feuchtigkeitscreme sinnvoll sein. Wähle nach deinem Arbeitsplatz, nicht nach einer universellen Checkliste.
Macht Bildschirmlicht zusätzlichen Sonnenschutz nötig?
Computer- und Smartphonebildschirme sind im normalen Alltag nicht mit der UV-Strahlung der Sonne gleichzusetzen. Für Sonnenschutzentscheidungen sind Tageslicht, Fensterplatz und Aufenthalte im Freien wesentlich relevanter. Bei Melasma kann sichtbares Sonnenlicht eine Rolle spielen; das sollte nicht mit gewöhnlichem Bildschirmlicht gleichgesetzt werden.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information. Bei anhaltendem Ekzem, schmerzhaften Hautveränderungen oder berufsbedingten Beschwerden solltest du dermatologischen beziehungsweise betriebärztlichen Rat einholen. Verbindliche Hygiene- und Arbeitsschutzvorgaben deines Arbeitsplatzes haben Vorrang.
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