Kleine dunkle Punkte an den Beinen, raue Oberarme oder winzige Knötchen rund um die Haarfollikel werden häufig als Erdbeerhaut bezeichnet.
Dahinter können unterschiedliche Ursachen stecken. Häufig handelt es sich um Keratosis pilaris, also eine Verhornungsstörung rund um die Haarfollikel. Auch Rasur, trockene Haut oder gereizte Haarfollikel können das typische punktförmige Hautbild verstärken.
Die wichtigste Regel: Nicht aggressiv schrubben. Regelmäßige, aber sanfte Pflege ist meist sinnvoller.
Was hilft bei Erdbeerhaut?
Eine einfache Routine reicht häufig aus.
1. Mild reinigen
Vermeide sehr heißes Wasser und aggressive Reinigung. Beides kann trockene Haut zusätzlich verstärken.
2. Sanft exfolieren
Bei Keratosis pilaris können keratolytische Inhaltsstoffe helfen, überschüssige Verhornungen zu lösen.
Interessant sind vor allem:
Milchsäure (Lactic Acid), SalicylsäureUrea, Urea, Glykolsäure
Diese Wirkstoffe gehören auch zu den häufig verwendeten Optionen bei Keratosis pilaris. (PubMed)
3. Haut regelmäßig eincremen
Besonders sinnvoll sind Feuchtigkeitscremes mit beispielsweise Urea oder Milchsäure. Die American Academy of Dermatology empfiehlt bei Keratosis pilaris außerdem, die Haut möglichst direkt nach dem Duschen einzucremen. (AAD)
Was solltest du lieber nicht machen?
Starkes Rubbeln mit groben Peelings, Bürsten oder Peelinghandschuhen ist nicht automatisch besser.
Auch Säuren sollten nicht täglich und möglichst hoch dosiert verwendet werden. Zu häufiges Peelen kann die Haut reizen und das Hautbild dadurch sogar auffälliger machen. (AAD)
Wenn du rasierst, sollte die Rasur möglichst sanft erfolgen. Rasieren und Waxing können bei Keratosis pilaris zusätzliche Unebenheiten hervorrufen. (AAD)
Kann Erdbeerhaut komplett verschwinden?
Das hängt von der Ursache ab.
Keratosis pilaris ist häufig chronisch und kann nach dem Absetzen der Pflege wieder stärker sichtbar werden. Pflege kann das Hautbild glatter machen und die rauen Knötchen reduzieren, eine dauerhafte „Heilung“ sollte man jedoch nicht versprechen. (AAD)
Kurz gesagt
Bei Erdbeerhaut gilt: sanft reinigen + regelmäßig Feuchtigkeit + gezielt exfolieren
Besonders Urea, Milchsäure und Salicylsäure können bei rauer, verhornter Haut sinnvoll sein. Wichtig ist jedoch, nicht gleichzeitig mit möglichst vielen Peelings zu arbeiten.
Wenn die Stellen stark entzündet sind, schmerzen, jucken oder sich plötzlich verändern, sollte die Ursache dermatologisch abgeklärt werden.
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